Lena Sutor-Wernich

Lena Sutor-Wernich, Mezzosopran/Alt


Lena Sutor-Wernich, geboren und aufgewachsen in Heidelberg, absolvierte nach dem Abitur zunächst ein einjähriges Studium Generale mit künstlerischem und philosophischem Schwerpunkt am Freien Jugendseminar Stuttgart. Von 2007 bis 2011 studierte sie Konzert- und Operngesang sowie Gesangspädagogik an der Musikhochschule Freiburg bei Prof. Angela Nick. Sie war außerdem Studentin der Liedklasse von Prof. Hans-Peter Müller.


Von 2011-2012 studierte sie die Bewegungskunst Eurythmie am Eurythmeum Stuttgart.


Meisterkurse u.a. bei René Jacobs, Helmut Deutsch, Lioba Braun, Angelika Luz, Anne Rosing Schow (Kopenhagen) sowie private Studien bei Elisabeth Glauser, Kurt Widmer (Basel), Michael Gees, Mario Hoff und Susana Eken (Kopenhagen) gaben ihr weitere wichtige Impulse auf ihrem Weg als Sängerin und Musikerin.
In den Spielzeiten 2012/13/14 war sie Mitglied im Staatsopernchor Stuttgart.Seit 2014 ist Lena Sutor-Wernich hauptberuflich als freischaffende Opern- und Konzertsängerin sowie als Gesangspädagogin im In- und Ausland tätig. Seit der Spielzeit 2019/20 ist sie Mitglied im Solistenensemble der Staatsoper Darmstadt.
Die Vielfalt im stimmlichen, musikalischen und künstlerischen Schaffen ist für Lena SutorWernich eine wesentliche Konstante ihrer Tätigkeit.


Sie verfügt über eine große Spielfreude im Bereich des Musiktheaters. Vergangene Opernprojekte umfassen u.a. Gastengagements am Staatstheater Darmstadt als Prinz Orlofsky in der „Fledermaus“ von J. Strauss, am Staatstheater Stuttgart, am Theater Freiburg sowie bei den Schwetzinger Schlossfestspielen.
Anfang 2019 brachte Lena Sutor-Wernich ein von ihr mitkonzipiertes und mitkomponiertes Musiktheaterprojekt zum Leben und Wirken der holländischen Jüdin Etty Hillesum im Forum Theater Stuttgart zur Uraufführung.


In der Spielzeit 2019/20 ist Lena Sutor-Wernich an der Staatsoper Darmstadt als Dritte Dame in Mozarts „Zauberflöte“, als Frau Puse-Bach in einer Neufassung von Paul Linckes Operette „Frau Luna“ sowie als Mutter in der Oper „Tschick“ von Ludger Vollmer zu erleben. Im Bereich Oratorium konzertiert sie im In- und Ausland.


Konzertreisen führten sie z.B. nach Rom, in die Liederhalle Stuttgart und in die Bremer Glocke. Kontinuierlich verbunden ist sie vor allem mit der Stiftskirche Stuttgart, wo sie unter der musikalischen Leitung von Kay Johannsen im Rahmen des Zyklus Bach:Vokal bereits bei zahlreichen Kantaten von J.S. Bach mitwirkte.


Lena Sutor-Wernich hat eine große Liebe zum Lied. Sie konzipierte mit ihrem Duo-Partner Marco Bindelli bereits mehrere Liederabende, so beispielsweise „Eine Winterreise – nicht nur von Schubert“ und „Sommer-Nachts-Traum“ mit Liedkompositionen aus dem 19. und 20. Jahrhundert sowie musikalischen mprovisationen.


Lena Sutor-Wernich begeistert sich in besonderer Weise für Werke des 20. und 21. Jahrhunderts. Mit der Pianistin Naomi Schmidt gestaltete sie ein mehrfach aufgeführtes Programm zum Thema „Verfemte Musik im Dritten Reich“ mit Werken von Komponisten wie A. Schönberg, H. Eisler, T.W. Adorno, P. Haas sowie selbst konzipierten biografischen und zeitgeschichtlichen Texten.


Sie ist Mitglied in der SCHOLA Heidelberg und brachte unter der Leitung von Walter Nussbaum bereits mehrere Werke zeitgenössischer Komponisten, darunter diverse Uraufführungen, zur Aufführung.


Ferner wirkte sie mit beim Festival „Musik der Jahrhunderte“ in Stuttgart und mehrfach beim „Mehrklang Festival für Neue Musik“ in Freiburg. In diesem Rahmen war sie in der Hauptrolle des „Pezzettino“ in der Uraufführung der gleichnamigen Kinderoper von Mia Schmidt zu hören und zu sehen und spielte bei xperimentellen Musiktheaterstücken von Hans Wüthrich mit.


Neben ihrer solistischen Tätigkeit ist die Mitwirkung in verschiedenen Ensembles ein Teil ihres Schaffens und ein Anliegen vor allem in Bezug auf die Entwicklung einer gemeinsamen lebendigen und differenzierten Klangkultur. Neues und Kreatives, was die Menschen berührt, aufrührt, zum Nachdenken und Staunen anregt, entsteht oft in experimentellen Grenzgängen in der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Künsten. In diesem Sinne entwickelt Lena Sutor-Wernich diverse Projekte mit anderen Künstlern verschiedener Bereiche – Klang begegnet der bildenden Kunst, Stimmkunst verbindet sich mit Bewegungs-Chiffren, in der Improvisation entsteht Musik im Moment….


Ihre Liebe zum Gesang und zur Musik vermittelt Lena Sutor-Wernich in der regelmäßigen pädagogischen Arbeit mit unterschiedlichen Altersgruppen, so beispielsweise in einer Ausbildung für Jugend- und Heimerzieher, im privaten Gesangsunterricht und bei internationalen Jugendtagungen.


Mehr Infos unter: www.lenasutorwernich.de